Installation von Böschungsmatten

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Damit Böschungsmatten oder Böschungsnetze die Erwartungen erfüllen und so funktionieren, wie sie sollen, ist es erforderlich, die Grundsätze der folgenden Installationsschritte einzuhalten.

Vorbereitung des Untergrunds

Ausgleichen von Vertiefungen, Buckeln, Rillen usw. + Reinigen von Steinen, Holz, Gras usw. Die Böschung muss zunächst in die gewünschte Form gebracht werden.

Vorbereitung des Untergrunds vor dem Verlegen der Böschungsmatte

Aufbringen von Oberboden (Humusierung)

Wenn es notwendig ist, das ist typischerweise bei Einschnittböschungen oder bei Böschungen aus Aushubmaterial und Aufschüttungen. Auf die Oberfläche wird mindestens 50–75 mm Oberboden ausgebracht.

Seine Menge hängt von der Bodenart, der Gleichmäßigkeit des Untergrunds und der Art der Vegetation ab. Im Fall von dreidimensionalen Matten wird die Humusierung in einer Schichtdicke ausgeführt, die um die Höhe der Matte reduziert ist. Z. B. bei der Böschungsmatte Trinter um ca. 25 mm.

Humusierung freigelegter Einschnitte und neuer Böschungen

Begrünung

Anschließend wird die Böschung mit Rasensaat eingesät oder mit größerer Vegetation (größere Sträucher oder Bäume) bepflanzt. Grünpflanzen in kleinen Containern (Töpfen), z. B. K9 bis 13, werden erst nach dem Verlegen der Erosionsschutzmatte/des Netzes gepflanzt, siehe weiter unten.

Bei dreidimensionalen Böschungsmatten, z. B. Trinter, wird die Rasensaat erst nach der Installation der Böschungsmatte ausgesät (siehe Schritt „Humusierung dreidimensionaler Böschungsmatten“).

Begrünung der Böschung nach dem Verlegen der Erosionsschutz-Böschungsmatt

Verankerungsgräben

Am oberen und unteren Rand der Böschung müssen Verankerungsgräben mit einer Mindesttiefe von 200 mm und einer Breite von 150–250 mm ausgehoben werden. Der Abstand des oberen Grabens von der Böschungskante sollte mindestens 300 mm betragen. Am Böschungsfuß kann der Graben direkt an das Gelände angeschlossen werden.

Anlegen von Verankerungsgräben

Ausrollen der Matte oder des Netzes

Die Matte oder das Netz wird in Gefällerichtung (von oben nach unten) verlegt. An beiden Enden muss eine ausreichende Rollenlänge zum Verankern in den Verankerungsgräben verbleiben.

Benachbarte Rollen müssen mit einer Überlappung von mindestens 100 mm verlegt werden. Bei Strauchpflanzungen wird in die Matte ein Schnitt gemacht und die Pflanze durch die Öffnung geführt. Abstehende Ränder müssen zusätzlich verankert werden.

Ausrollen der Rolle entlang der Falllinie

Die Matten werden so ausgerollt, dass die richtige Seite zur Oberfläche zeigt (falls es die Beschaffenheit des Produkts erfordert). Sie müssen in direktem Kontakt mit dem Boden sein. Wenn die Matte oder das Netz unter den Wasserspiegel reicht, den Wasserspiegel unter die niedrigste Stelle absenken, an der die Böschungsmatte liegt.

Überlappungen:

  • Die Bahnen sind dachziegelartig zu überlappen (die obere Bahn überdeckt die untere).
  • In Wasserläufen Streifen gegen die Fließrichtung verlegen, so dass das fließende Wasser nicht unter den folgenden Streifen unterläuft.
  • Das gilt auch für Böschungen, die durch Winde aus der vorherrschenden Richtung beansprucht werden.

Verankerung von Böschungsmatten und Netzen am Untergrund

Zur Befestigung der Matte werden Holzpflöcke oder U-Bügel aus Stahl verwendet.

Boden Kiesig, sandig Sandiger Lehm Lehmig, tonig
Délka kolíku v mm 200 200–300 300

Entlang der Rollenränder und in Bereichen der Überlappung wird in Abständen von 1 - 1,5 m verankert. Die Flächenverankerung hängt von der Böschungsneigung ab – bei steilen Böschungen wird ein Abstand um 1 m empfohlen, bei flacheren bis 2 m. Zum Schluss werden die Verankerungsgräben wieder verfüllt.

Verankerung von Kokos- und weiteren Böschungsmatten

Schema der empfohlenen Anordnung der Verankerungselemente für verschiedene Böschungsneigungen und für Bereiche mit fließendem Wasser:

Verankerung von Böschungsnetzen und Böschungsmatten

Verankerung von Böschungsnetzen und Böschungsmatten

Verankerung von Böschungsnetzen und Böschungsmatten

Humusierung dreidimensionaler Böschungsmatten

Erde mit Rasensaat, so dass die innere Struktur der dreidimensionalen Böschungsmatte (z. B. Trinter) ausgefüllt wird. Bei flächigen Matten und Netzen wird dieser Schritt nicht durchgeführt.

Humusierung dreidimensionaler Böschungsmatten

Mulchen

Wenn im Entwurf oder Projekt der Flächenanpassung mit Strauch- oder anderer größerer Bepflanzung ein zusätzliches Mulchen festgelegt ist, z. B. mit Rinde oder Hackschnitzeln oder anderem Naturmaterial, wird dies erst nach der Pflanzung der Vegetation durchgeführt.

Flächen mit Grasbewuchs werden nicht gemulcht. Bei Böschungen mit einer Neigung von mehr als ca. 30° ist es geeignet, als Schutz gegen das Abrutschen des Mulchs ein horizontales Rückhalteelement zu installieren, z. B. Bretter, Rundholz u. Ä.

Mulch auf Kokosmatten

Strömungsunterbrecher

Bei steilen und langen Böschungen kommt es zu einem schnellen Wasserabfluss, besonders bei starken Regenfällen. Zur Verlangsamung der Strömung und zur Zerstreuung der Energie des Wassers werden auf solche Böschungen horizontal Kokoswalzen als Strömungsunterbrecher installiert. Die Walzen verhindern konzentrierten Oberflächenabfluss durch Nichtüberschreiten der zulässigen Böschungslänge.

Befestigung von Kokoswalzen an der Böschung

Maximal empfohlener Abstand der Kokoswalzen entlang der Falllinie je nach Böschungsneigung:

Böschungsneigung 1:4 1:3 1:2 1:1
Max. Abstand in m 12 9 6 3

Die Kokoswalzen werden stumpf gestoßen verlegt. Sie werden am häufigsten mit Holz- (gegebenenfalls Metall-) Pflöcken mit einer Länge von 50–75 cm (je nach Walzendurchmesser) verankert, und zwar in einem Abstand von 1,2–1,5 m.

Kokoswalzen verlangsamen den Wasserabfluss entlang der Böschung

Für höhere Stabilität werden die Walzen mit Seil oder Draht an den Pflöcken befestigt. Nach den ersten Regenfällen ist es geeignet, die Festigkeit der Verankerung zu kontrollieren und bei einer Verschiebung der Walze zusätzliche Pflöcke zu ergänzen.

Installation von Stahl-Böschungsnetzen

Die Auswahl eines geeigneten Böschungsnetzes, die Ausführungsart und die Anzahl der Verankerungselemente muss das Sanierungsprojekt der Böschung festlegen. Es muss eine Entfernung loser Steine durchgeführt werden, die nicht nur den Raum unter der Böschung, sondern auch die Personen, die die Montage durchführen, gefährden können.

Vernetzung von Felsböschungen

Die Netze selbst in Rollen wiegen 150 kg und mehr, und ihre Installation kommt daher nicht ohne Mechanisierung aus. In den Felsmassiv werden Löcher für Anker gebohrt, die mittels Injektion (Zementmischung) für eine feste Verankerung gesetzt werden. Das Netz wird mit Spannseilen und speziellen Klemmen gespannt. Es wird eine Kontrolle aller Verbindungen und Anker durchgeführt.

Die Installation von Stahlnetzen ist weit mehr als nur die bloße Befestigung am Fels. Es ist ein komplexer Prozess, der geotechnisches Wissen, spezialisierte Maschinen und Sicherheitsverfahren umfasst, deshalb wird er von zertifizierten Firmen durchgeführt.

Häufigste Fehler bei der Installation von Böschungsmatten

Durch Nichteinhaltung der empfohlenen Installationsregeln werden Böschungsmatten oder Böschungsnetze ihre Funktion nicht erfüllen. Bei der Verlegung ist es daher erforderlich, das vom Hersteller oder Lieferanten vorgeschriebene Installationsverfahren einzuhalten oder sich gegebenenfalls mit einem Fachmann zu beraten.

Unvorbereiteter Untergrund

Die Verlegung von Matten oder Netzen auf unvorbereitetem Gelände ist ein grundlegender Fehler. Wenn auf der Böschung Steine, Äste, Unebenheiten oder Vegetationsrückstände verbleiben, hat die Matte keinen vollflächigen Bodenkontakt. Es entstehen Hohlräume, in die Wasser eindringt, was zum Ausspülen des Bodens unter der Matte führt. Das richtige Vorgehen ist das flächige Ausgleichen der Böschung, das Entfernen der Vegetation und das Auffüllen von Vertiefungen mit Erde.

Unvorbereiteter Untergrund

Falsch gewählter Erosionsschutz

Der Typ des flächigen Erosionsschutzes muss nach Böschungsneigung, Bodenart und gewünschter Lebensdauer ausgewählt werden. Ein häufiger Fehler ist die Wahl einer billigeren Matte oder einer für flache Böschungen bestimmten Matte auf einem Gelände mit einer Neigung von beispielsweise 50°. Eine solche Lösung versagt bei den ersten Regenfällen. Vor der Auswahl muss man die Parameter der Böschung kennen und sich zwischen natürlichen oder synthetischen Materialien entscheiden.

Falsche Wahl des Erosionsschutztyps

Fehlerhafte Verlegeweise

Matten und Netze müssen entlang der Falllinie (Richtung, in der das Wasser abfließt) verlegt werden, nicht entlang der Höhenlinie. Die Installation entlang der Höhenlinie spart zwar Material, verursacht aber Unterspülung durch Wasser, Erosion und den Verlust der Erosionsschutzfunktion.

Fehlerhafte Verlegeweise der Böschungsmatte

Unzureichende Verankerung

Die Verankerung ist entscheidend für die Funktion des Schutzes. Wenn die Böschungsneigung groß ist, werden mehr Anker benötigt. Schwache Verankerung führt zum Anheben der Matten bei Regen und Wind, zum Eindringen von Wasser unter das Material und zum Ausbreiten von Unkraut. Empfohlen wird eine gleichmäßige Verteilung der Anker über die gesamte Fläche, einschließlich der Verankerung an der Krone und am Böschungsfuß.

Unzureichende Verankerung der Böschungsmatte

Zu geringe Pflanzdichte

Vegetation ist für die langfristige Befestigung der Böschung unerlässlich. Bei zu geringer Bepflanzungsdichte entstehen kahle Stellen, die anfällig für Erosion bleiben und mit Unkraut zuwachsen. Die Pflanzdichte hängt von der Böschungsneigung ab – z. B. wird bei einer Neigung von 40–45° eine Mindestpflanzdichte von 4 Stück/m² empfohlen.

Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie sich ein zwanzigminütiges Video an, in dem Sie z. B. erfahren, worauf Sie schon bei der Projektplanung achten sollten, was der Unterschied zwischen einer Erosionsschutzmatte und einem Netz ist oder wonach man Pflanzen für eine Böschung auswählt.

Zu geringe Bepflanzungsdichte an der Böschung

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