Die Befestigung der Böschungsoberfläche ist je nach Böschungsneigung und gewünschter Vegetationsbedeckung der Böschung auf mehrere Arten möglich. Eine der am häufigsten verwendeten Methoden ist gerade die Nutzung von Erosionsschutz-Geokunststoffen.
Böschungsmatten dienen hier zur Oberflächenbefestigung von Straßen- und Bahndämmen, Erdkörpern, Widerlagerflügeln, dem Umfeld von Verkehrswegen und Eisenbahnstrecken. Sie werden häufig auch für die Böschungen von Lärmschutzwänden und im Umfeld von Hochbauten eingesetzt.

Die Schutzmethode mit temporären Erosionsschutzmatten verwenden wir dann, wenn sich das Bauwerk in einer „trockenen“ Phase befindet, also wenn es sich um wasserbelastete Böschungen im Bau handelt, die zu begrünen sind, und deren zukünftige Beanspruchung durch Wasser auf einen ausreichenden Schutz durch den Grasbewuchs begrenzt ist. In anderen Fällen ist es besser, den Erosionsschutz mit dauerhaften Geokunststoffen zu wählen.

Im Hochbau werden Jute- und Kokosnetze, gegebenenfalls auch Kokosmatten, häufig in Kombination mit Mulchvliesen, zum Schutz neu geformter Böschungen rund um Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser eingesetzt. Diese Böschungen werden anschließend begrünt oder mit bodendeckenden Pflanzen oder Solitärgehölzen bepflanzt. Wenn es die Situation erfordert, werden auch dauerhafte Kunststoff-Böschungsmatten eingesetzt.

Ein weiterer Ort, an dem Erosionsschutz-Böschungsmatten eingesetzt werden, sind die Anrampungsböschungen von Brücken und Stegen, die oft sehr steil sind und zudem starkem Wasserabfluss von der Fahrbahn ausgesetzt sein können.

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Steile Böschungen aus bewehrter Erde, die Geogitter nutzen, erreichen oft sehr steile Neigungen, und so ist an ihrer Frontfläche ein Erosionsschutz gegen das Ausspülen des Bodens erforderlich. Dafür werden am häufigsten flächige Kokosmatten verwendet.
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Ufer von Teichen, Bächen und Flüssen sind ständig der Einwirkung von Wasser ausgesetzt, das nach und nach Boden abträgt und die Stabilität der Böschung beeinträchtigt. Ohne geeigneten Schutz kommt es zu Auskolkungen, Rutschungen und zur Versandung der Gerinne sowie der angrenzenden Flächen. Geokunststoff-Produkte sind eine gefragte Alternative zu klassischen Technologien – sowohl wegen ihrer Wirtschaftlichkeit als auch wegen des einfachen und schnellen Bauablaufs selbst unter schwierigen Bedingungen.
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Für den Erosionsschutz bestimmte Geokunststoffe unterstützen das Vegetationswachstum für den festgelegten Bemessungszeitraum. Im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit verwenden wir in begrenztem Umfang temporäre Erosionsschutzmaterialien – biologisch abbaubare, die das Vegetationswachstum in den ersten Monaten unterstützen. In den meisten Fällen lösen wir die Problematik der Ufer mit dauerhaften Erosionsschutzmaterialien, die die Oberfläche während der Ausbildung des Wurzelsystems stabilisieren und ihm anschließend langfristige Unterstützung bieten. Sie werden in Bereichen eingesetzt, die wiederkehrenden Hochwassern und Wellen an Flussufern, an Wehren und auf Dämmen ausgesetzt sind.

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Im Hinblick auf den Einfluss von Wasser unterscheiden wir den Erosionsschutz von Böschungen in den Schutz trockener und wasserbelasteter Böschungen.
Die Verwendung von Geomatten, insbesondere von unterirdisch verlegten Strukturen, ist für diese Anwendung vorteilhafter als die meisten Lösungen mit starren Verbauungen. Die Kombination aus einer eingegrabenen Geomatte und einer geeigneten Rasenmischung schafft eine praktisch unzerstörbare Oberfläche, die sowohl Starkregen als auch Notüberläufen standhält.

Bei einer durch fließendes Wasser beanspruchten Böschung sind eher verankerte Oberflächen- oder Untergrundmatten in robusterer Ausführung erforderlich, gegebenenfalls auch Geozellensysteme, die mit grobkörnigem Gestein überschüttet werden. Geozellen mit ausreichender Überschüttung sind auch eine geeignete Lösung für die Stabilität der Sohle. Allerdings ist es im Fall der Notwendigkeit, den Schutz von Böschungen zu lösen, die dauerhaft mit Wasser befeuchtet sind, besser, sich an Fachleute zu wenden.
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Kokoswalzen (Coil Log) werden entlang der Uferlinie installiert, um die Energie des fließenden Wassers zu absorbieren. Dadurch verringern sie dessen Geschwindigkeit am Ufer und minimieren das Abspülen feiner Partikel. Gleichzeitig verbessert sich aufgrund der geringeren Wassergeschwindigkeit die mögliche Sedimentation.

Böschungsmatten sichern ein schnelleres Pflanzenwachstum dort, wo die Wiederherstellung der Vegetation unterstützt werden muss. Sie werden bei der Rekultivierung der Landschaft nach der Beseitigung künstlicher menschlicher Eingriffe in die Natur eingesetzt.

Sie werden auch bei Sanierungen alter Deponien eingesetzt – nach der Schließung der Deponie wird die Oberfläche mit einer Erdschicht abgedeckt, und Böschungsmatten helfen, damit die Erde an Ort und Stelle bleibt und sich schnell begrünt.

Steile Böschungen in Gärten und rund um Einfamilienhäuser stellen eine spezifische Herausforderung dar, weil sie ästhetische Anforderungen mit der Notwendigkeit verbinden, Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Bei fehlender oder schlechter Befestigung drohen nach starken Regenfällen Bodenabspülungen oder bei Belastung (z. B. Bau eines Zauns, einer Terrasse) auch Hangrutschungen.

In Gärten lassen sich mit Böschungsmatten Böschungen aller Größen lösen. Bei Neigungen bis 50°, bedingt auch steiler, aber oft in Kombination mit anderen Technologien. Am beliebtesten sind Kokosnetze und -matten, weil sie eine natürliche und ästhetische Lösung kombinieren, die auch dann ansprechend wirkt, wenn sich die gepflanzten Pflanzen erst ausbreiten und die Böschung noch nicht über die gesamte Fläche bedeckt haben.

Für Gartenteiche und Zierflächen werden natürliche Matten aus Kokos oder Jute verwendet. Diese zersetzen sich nach einigen Jahren und werden durch Pflanzen ersetzt.
Foto: British Pond Plants
Und wie schützt man eine Böschung im Garten vor Bodenabtrag und Oberflächenerosion? Schauen Sie sich praktische Tipps an, wie Sie eine geeignete Matte oder ein Netz für die Böschung auswählen. Beispiele, wie konkrete Situationen gelöst wurden, können Sie in diesem Artikel ansehen.

Besonders beim Bau von Einfamilienhäusern entstehen im Gelände oft sehr steile Einschnitte, manchmal bis auf den Felsuntergrund.
Diese steilen Böschungen lassen sich nicht nur mit oberflächlichem Erosionsschutz sichern, sondern oft muss am Fuß der Böschung eine Stützkonstruktion entworfen werden – sei es aus Beton oder aus Gabionen. Ein Beispiel, das nicht nur mit oberflächlichen Erosionsschutzmatten oder -netzen gelöst werden kann. Die häufigste, wenn auch nicht unbedingt die günstigste Lösung ist der Entwurf und Bau einer Stützkonstruktion.

Bei steilen Böschungen, die kein Problem mit der eigenen Stabilität haben, sondern mit der Beeinträchtigung durch Oberflächenerosion, und bei denen die Verwendung nur von Erosionsschutznetzen oder -matten nicht ausreicht, können diese mit einem Stahlnetz kombiniert werden und die Kombination wird in die Böschung mit Erdankern verankert.
Neben dem eigentlichen Erosionsschutz lassen sich so auch flache Oberflächenrutschungen oder die Verankerung von Einschnittwänden lösen.

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